Konzept

Das Konzept der Kindertagesstätte „Bieberburg“ Download als PDF hier.

Vorwort

Die Kindertagesstätte Bieberburg wurde aus der Idee heraus geboren, Kindern in naturnaher Umgebung einen Raum zu schaffen, worin sie in familiären Strukturen Geborgenheit erfahren und spielend lernen können.

Der Elternverein Bieberburg e.V. bemühte sich um die Trägerschaft und übernahm die Verwaltung der Kindertagesstätte. Die Gemeinde Reinsberg unterstützte den Elternverein und veranlasste den Umbau der unteren Etage des Gebäudes der Schulgasse 2, einer ehemaligen Schule.

Die Kindertagesstätte Bieberburg befindet sich im Dorfkern von Bieberstein. Die Wege in die Natur sind kurz und in den kleinen Straßen herrscht wenig Verkehr.

Die Nähe zur Natur und die familiäre Größe sind das Besondere der Einrichtung und werden in der Konzeption inhaltlich aufgegriffen.

Seit dem 01.12.2008 gibt es in Bieberstein wieder eine Kindertagesstätte. Es stehen 16 Kindergarten – und 7 Krippenplätze für Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis zum Schulalter zur Verfügung. In einer gemischten Gruppe werden die Kinder von drei Erzieherinnen und Sozialpädagoginnen betreut.

Gliederung

1. Die Bieberburg stellt sich vor
2. Gesetzlicher Auftrag von Kindertagesstätten
2.1. SGB 8 ( KJHG) § 22
2.2. Sächsisches Kindertagesstättengesetz
2.3. Sächsischer Bildungsplan
3. Zur Lebenssituation der Kinder
4. Pädagogische Leitsätze
5. Qualitätsmanagment
6. Pädagogische Arbeit
6.1. Bildungsauftrag
6.2. Ziele der pädagogischen Arbeit
6.3. Unser Bild vom Kind – Rechte des Kindes
6.4. Die Rolle der Erzieherin
6.5. Prinzipien und Grundsätze der pädagogischen Arbeit
7. Inhaltliche Einzelfragen
7.1. Tagesablauf
7.2. Struktur der Woche
7.3. Inhaltliche Schwerpunkte
8. Zusammenarbeit
8.1. Zusammenarbeit im Team
8.2. Zusammenarbeit mit dem Vorstand
8.3. Zusammenarbeit mit den Elternverein
8.4. Zusammenarbeit mit der Gemeinde
8.5. Öffnung nach außen

1. Die Bieberburg stellt sich vor

Adresse

Kindertagesstätte Bieberburg
Schulgasse 2
09629 Reinsberg/ Ortsteil Bieberstein Tel.: 037324/ 82359
email: info@kita-bieberstein.de

Träger der Einrichtung

Elternverein „Bieberburg e.V.“

Lage

  • Im Dorfkern von Bieberstein
  • Kurze Wege in die Natur Kleine Straßen mit wenig Verkehr

Entstehungsgeschichte

  • Nach 10 Jahren Wiedereröffnung einer Kindertagesstätte in Bieberstein vor allem durch Zuzug junger Familien in den ländlichen Raum
  • Ehemaliges Schulgebäude, später Wohnhaus, derzeit Wohnungen in den oberen Etagen
  • 2008 Umbau der unteren Etage zur Kita
  • Finanziert durch die Gemeinde Reinsberg

Räume und Außengelände

  • Ein großer heller Gruppenraum
  • Ein Schlafraum für die Krippenkinder, der zeitweilig als Gruppenraum für sie genutzt wird
  • Kleiner Garten mit Sandkasten, Rutsche und Weidenhütte
  • Rollerstrecke auf einem Asphaltplatz
  • Gelände vor dem Kindergarten mit Hochbeeten und Sitzgelegenheiten

Struktur der Gruppe

  • 7 Krippenplätze und 16 Kindergartenplätze
  • Eine gemischte Gruppe, die zeitweilig in Krippen – und Kindergartengruppe geteilt wird

Personal

  • Leiterin: Dipl. Sozialpädagoginnen
    Langjährige Erfahrung mit geistig und körperlich behinderten, seelisch gestörten und verhaltensauffälligen Kindern
  • Erzieherin: Dipl Sozialpädagogin
    Berufliche Erfahrung mit Hortkindern, Arbeit mit Kindern im Ausland
  • Erzieherin: Staatlich anerkannte Erzieherin Berufliche Erfahrung mit Krippenkindern
  • Zwei Wirtschaftskräfte

Öffnungszeiten

  • 00 Uhr – 16.30 Uhr
  • Schließzeit in den sächsischen Sommerferien: vierte und fünfte Ferienwoche und zwischen Weihnachten und Neujahr
  • Weitere Schließtage werden  den Eltern im November des Vorjahres bekannt gegeben

Anmeldeverfahren

  • Anmeldung erfolgt über die Anmeldekartei der Gemeinde
  • Etwa 9 Monate vor Beginn der gewünschten Betreuung erfolgt eine verbindliche schriftliche Zu – oder Absage durch die Leiterin
  • Abschluss des Betreuungsvertrages und verpflichtende Aufnahme in den Elternverein

Beiträge und Zahlungsbedingungen

  • Im Betreuungsvertrag und den Vertragsbedingungen manifestiert und verbindlich einzuhalten

Essensanbieter

  • Pipapo Kindercatering Freiberg

2. Gesetzlicher Auftrag von Kindertagesstätten

                2.1.        SGB VIII (KJHG) § 22

Der Förderungsauftrag umfasst die Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Die Familie wird mit unserer Arbeit bei der Bildung und Erziehung des Kindes unterstützt. Die Erwerbstätigkeit der Eltern wird ermöglicht.

                2.2.        Sächsisches Kindertagesstättengesetz

Die Erzieherinnen und Sozialpädagoginnen arbeiten auf der Grundlage des Sächsischen

Kindertagesstättengesetzes. Darin werden beispielsweise Personalschlüssel, Trägerschaft und Organisation, Beiträge und Zahlungsbedingungen vorgeschrieben und erläutert. Unter Beachtung dieses Gesetzes ist die Spezifik unserer Einrichtung im Betreuungsvertrag und den

Vertragsbedingungen schriftlich fixiert.

                2.3.        Sächsischer Bildungsplan

Für die pädagogische Arbeit stellt der überarbeitete Sächsische Bildungsplan das theoretische Handwerkszeug dar. An ihm orientieren wir uns, planen, dokumentieren und reflektieren die tägliche Arbeit. Hier wird der Bildungsauftrag in komplexer anschaulicher Weise dargestellt und umfasst alle Bildungsbereiche, die dem Kind in seiner Lebenswelt begegnen.

3. Zur Lebenssituation der Kinder

Die Kindertagesstätte Bieberburg besuchen vorwiegend Kinder der Gemeinde Reinsberg  und der Nachbargemeinde Großschirma.

Die meisten Eltern sind berufstätig und haben oft ihren Arbeitsort in größeren umliegenden Städten wie Freiberg, Dresden und Chemnitz.

Während es in den letzten Jahren viele Zuzüge junger Familien in den ländlichen Raum gab, leben auch einige Familien mit den Großeltern zusammen und sind seit Generationen hier ansässig. Aufgrund der dörflichen Strukturen, der überschaubaren Größe des Kindergartens und der

Vereinstätigkeit werden die Kontakte zwischen den Familien schnell geknüpft. Durch die Bieberburg als Ort der Begegnung entwickelt sich unter den Familien ein soziales Netzwerk , das sich lebendig auf  Bieberstein und die umliegenden Dörfern auswirkt.

4. Pädagogische Leitsätze

Wir arbeiten nach dem Leitmotiv:

„Alles sollte so einfach wie möglich sein, aber nicht einfacher.“ Albert Einstein

  • Die Pädagoginnen und Wirtschaftskräfte begegnen sich selbst und den Kindern wertschätzend und mit Präsenz und achten sich und die Kinder in ihrer Einzigartigkeit.
  • Wir beteiligen die Kinder an Prozessen, die sie unmittelbar betreffen und sind ihnen verlässliche Partner, die durch klares Handeln einen sicheren Halt geben.
  • Wir unterstützen und begleiten die Kinder beim Erleben der Natur mit allen Sinnen im Jahreslauf und bewegen uns bei jedem Wetter im Freien.
  • Beim Verrichten alltäglicher Tätigkeiten fördern wir bei den Kindern die Selbständigkeit und Achtung vor den kleinen Dingen des Lebens.
  • Wir singen und musizieren jeden Tag
  • Wir geben den Kindern täglich Gelegenheit etwas selbst zu tun, um an Herausforderungen zu wachsen.
  • Wir unterstützen die Kinder bei der Wahrnehmung und Reflexion ihrer Gefühle, so dass sie Kritikfähigkeit und Konfliktbewältigung erlernen.
  • Durch eine gute Gesprächs- und Umgangskultur schaffen wir eine vertrauensvolle transparente Zusammenarbeit mit den Eltern als Grundlage für einen stabilen, funktionierenden Elternverein.

5. Qualitätsmanagment

Die Qualitätsentwicklung der Bieberburg basiert auf vier Säulen. Diese sind im Einzelnen:
– Qualitätsentwicklungsinstrument LQK der ArtSet GmbH ( Lernorientierte Qualitätsentwicklung für Kindertagesstätten)
– Interne Audits
– Externe Fachberatung
– Projekt-bezogenes Arbeiten mit dem Team

Es wird jährlich eine Planung zur Qualitätsentwicklung vorgenommen.

6. Pädagogische Arbeit

                6.1.        Bildungsauftrag

Bildung ist ein Prozess, der den Menschen ein Leben lang begleitet. Die Kindertagesstätte ist ein Ort, wo das Kind wertvolle Erfahrungen sammelt und sich entwickelt, also bildet. Der wichtigste Bildungsort bleibt die Familie. Mit diesem Bewusstsein verstehen wir die Kindertagesstätte als Familien ergänzenden Ort. Dadurch liegt die Verantwortung für die Kinder sowohl in den Händen der Eltern als auch der Erzieherinnen. Ein gemeinsamer konstruktiver Austausch stellt die Grundlage für eine gesunde Bildung und Erziehung des Kindes dar.

                6.2.        Ziele der pädagogischen Arbeit

  • Unser Hauptziel ist es, die Kinder bis zum Schuleintritt zu begleiten und sie dabei zu unterstützen, sich zu selbstbewussten eigen verantwortlichen Persönlichkeiten zu entwickeln.
  • Das Spiel ist die Hauptaneignungstätigkeit der Kinder.
  • Die Freude am Forschen, Entdecken und Ausprobieren soll erhalten bleiben. Die Kinder lernen, mit der lebenden und nicht lebenden Natur achtsam um zu gehen.
  • Eine anregende Lernumgebung, kindgerecht und überschaubar, motiviert die Kinder sich zu bewegen und kreativ zu werden.
  • Durch eine ganzheitliche Herangehensweise werden alle Bildungsbereiche berührt und einbezogen. Bewährte Methoden wie Freiarbeit und thematisches Arbeiten vertiefen die Aneignung komplexen Wissens.
  • Als tägliche Herausforderung wird die Balance zwischen der Schaffung von Freiräumen und der Herausbildung ritualisierter Strukturen gesehen.
  • Das Lernen im gemeinsamen Tun spiegelt sich in unserem Leitmotiv wider. Auf der Grundlage familiärer Strukturen leben Kinder, Erzieherinnen und Wirtschaftskräfte gemeinsam und teilen den Lebensalltag in seinen vielfältigen Tätigkeiten.
  • Konflikte werden nicht verdrängt, sondern ehrlich ausgetragen, gespiegelt und reflektiert. Das Einhalten gemeinsam ausgehandelter Regeln des sozialen Miteinanders bildet dafür die Basis.
  • Die Pädagogik der Kita ist nicht losgelöst vom sozialen Umfeld der Kinder anwendbar. Wir arbeiten transparent und im Austausch mit den Eltern.
  • Durch die Schaffung behutsamer ritualisierter Übergänge wie der Eingewöhnung oder dem Übergang zur Schule wird die Kindergartenzeit fließend von der Kleinkindzeit bis zum Schulalter erlebt.

                6.3.       Unser Bild vom Kind – die Rechte des Kindes

  • Das Kind hat das Recht auf die Erfüllung seiner Grundbedürfnisse nach Essen, Trinken und Schlafen.
  • Das Kind hat das Recht auf Zuwendung, um sich seelisch angenommen zu fühlen.
  • Das Kind hat das Recht auf Achtung und Wertschätzung.
  • Das Kind hat das Recht in einer gestaltbaren Umgebung zu spielen.
  • Die Umgebung des Kindes soll kindgerecht sein, um dessen Bedürfnisse nach Bewegung und Entspannung zu erfüllen.
  • Es hat das Recht auf seinen eigenen Ausdruck in verschiedenen Bereichen wie z.B. beim Malen, Singen, Arbeiten mit Materialien, sportlicher Betätigung, ohne Entwertung seiner individuellen Leistung.
  • Das Kind hat das Recht auf sein eigenes Tempo.
  • Es hat das Recht auf Halt und einen sicheren Rahmen, der durch Rituale, Regeln und Abmachungen das soziale Miteinander von Kindern und Erzieherinnen ermöglicht und stabilisiert.
  • Das Kind hat das Recht auf das Erleben, Aushalten und Klären von Konflikten.
  • Das Kind hat das Recht auf Beschwerde und Beteiligung bei der Aushandlung von Regeln.

                6.4.        Die Rolle der Erzieherin

Aus dem Verständnis der Rechte des Kindes ergeben sich die Aufgaben der Erzieherin.

  • Die Erzieherin geht eine authentische Beziehung mit dem Kind ein, die auf Achtung und Wertschätzung basiert.
  • Wir begleiten die Kinder in ihrem eigenen Leben, nicht in unserem. Das erfordert eine innere Haltung, die auf Respekt und Präsenz beruht.
  • Wir schaffen Strukturen und einen sicheren Rahmen, die durch Verlässlichkeit Halt geben.

Wir Erzieherinnen sind selbst verlässlich.

  • Wir achten das Spiel der Kinder mit Zurückhaltung und sorgen für eine anregungsreiche, überschaubare Umgebung, die Spielen ermöglicht.
  • Wir achten darauf, dass das Kind im ausgewogenen Verhältnis von Bewegung und Entspannung aufwächst.
  • Wir beziehen die Kinder ihrem Alter entsprechend in die Planung und Gestaltung des Kindergartentages ein.
  • Wir holen das Kind dort ab, wo es ist, arbeiten somit situationsorientiert.
  • Wir unterstützen die Kinder dabei ihre Gefühle verbal, aber auch bildnerisch, gestalterisch und musisch auszudrücken. Dadurch verarbeiten und verinnerlichen sie Erlebtes.
  • Das Kind erhält Gelegenheit, seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erproben. Wir verursachen keinen Leistungsdruck, sondern bestärken es darin, seine eigene Ausdrucksform zu finden.
  • Wir nehmen uns Zeit für die Beobachtung der Kinder, dokumentieren und diskutieren deren Entwicklung im Team.
  • Wir setzen uns mit den Besonderheiten des familiären Umfeldes des Kindes auseinander und bleiben durch Gespräche mit den Eltern verbunden.
  • Wir reflektieren unsere eigene Arbeit allein und im Team. Die Teilnahme an Supervisionen ist verpflichtend.
  • Wir bleiben Lernende und wachsen mit den Herausforderungen.

                6.5.       Prinzipien und Grundsätze der pädagogischen Arbeit

Die Prinzipien und Grundsätze der pädagogischen Arbeit hängen eng mit den Zielen, den Rechten des Kindes und der Rolle der Erzieherin. Daraus ergeben sich folgende Punkte:

  • Die pädagogische Arbeit wird so vorbereitet, dass das Kind Zentrum unsererAufmerksamkeit bleibt. Das erfordert von der Erzieherin Flexibilität und Präsenz.  Sie muss ihre Herangehensweise kontinuierlich reflektieren.
  • Ein fachlicher Dialog im Team und mit den Eltern unterstützt die Reflexion der eigenen Arbeit und der Lernprozesse der Kinder.
  • Die pädagogische Arbeit ist als eine situationsorientierte zu begreifen. Wir holen das Kind ab, wo es steht. Das braucht Zeit und Freiraum für Beobachtung und Dokumentation.
  • Ein wichtiger Grundsatz ist die Bewahrung des „Einfachen“. Durch die Beobachtung der Natur und das Erleben mit allen Sinnen lernen die Kinder den Jahreslauf kennen und sammeln durch vielfältige Alltagstätigkeiten Erfahrungen. Sie nutzen vor allem die natürlichen Räume der Umgebung um sich auszuprobieren.
  • In einer gemischten Gruppe versuchen wir uns daran zu orientieren, was mit allen Chancen und Grenzen möglich ist.
  • In altersspezifischen Kleingruppen erhalten die Kinder zeitweilig die Möglichkeit, individueller und mit konzentrierter Aufmerksamkeit zu spielen und sich zu beschäftigen.
  • Die Umsetzung ganzheitlicher Prozesse wird insbesondere durch spielerisches Lernen erreicht. Mit diesem Verständnis für komplexe ganzheitliche Pädagogik verzichten wir auf spezielle Förderprogramme.

7. Inhaltliche Einzelfragen

                7.1.        Tagesablauf

  • Ab 7.00Uhr bis 8.15 Uhr Ankommen und Spielen
  • Gegen 8.30 Uhr beginnt das Frühstück und anschließend folgt der Morgenkreis. In dieser Zeit bis etwa 9.30 Uhr wünschen wir keine Störung. Bitte schicken Sie Ihr Kind bis 8.30 Uhr oder nach 9.30 Uhr und dann gefrühstückt in die Bieberburg.
  • Bis 11.00 Uhr verschiedene Angebote
    Die Kinder sind bei fast jedem Wetter draußen (Konzeption).
  • 30 Uhr Mittagessen
  • 45 Uhr – 12.00 Uhr können die Mittagskinder abgeholt werden: Krippe: 11.45 Uhr, Kindergarten: 12.00 Uhr
  • 12.00 Uhr – 14.00Uhr Mittagsruhe
  • Etwa 14.30 Uhr und später Vesper
  • Bis 16.30 Uhr Nachmittagsangebote, Spiel im Garten und Abholen der KinderKosten für Getränke und Essen
  • Milch/ Tee kosten täglich 25 Cent.
  • Seit 2014 beziehen wir das Mittagessen vom Kindercatering PiPaPo aus Freiberg. Es kostet pro Essen 2.50 €.
  • Das Obstfrühstück und Vesper besorgen abwechselnd alle Familien, die sich regelmäßig in die entsprechende Liste eintragen. Die Versorgung beginnt mittwochs und endet in der folgenden Woche am Dienstag.

                7.2.        Struktur der Woche

Jeder Wochentag hat einen anderen Schwerpunkt, der seinen Niederschlag im Morgenkreis finden kann, aber nicht muss. Im Morgenkreis wird täglich entsprechend dieser Struktur besprochen wie der Vormittag gestaltet wird, ob sich die Gruppe aufsplittet und ob Aktionen bzw. kleinere Ausflüge in die Umgebung durchgeführt werden.

Montag           Spielzeugtag, um das Ankommen in der neuen Woche im Kindergarten zu erleichtern.
Dienstag          Sport
Mittwoch        Vorschulgruppe
Donnerstag      Natur
Freitag             Gemeinsames Frühstück, das die Kinder vorbereiten Angebote bevorzugt für die Krippenkinder

              7.3. Inhaltliche Schwerpunkte

Ankommen

Die Kinder werden morgens in den Kindergarten gebracht. In dieser Zeit haben sie die Möglichkeit sich von ihren Eltern zu verabschieden und sich einzufinden. Beim Ankommen werden die für den Tag wichtigen Informationen zwischen Eltern, Kindern und Erziehern ausgetauscht. Die Eltern bleiben solange im Kindergarten, bis sich ihr Kind ausgezogen und sich von ihnen verabschiedet hat. Bei den meisten Familien ist es schon zur Tradition geworden, ihrem Kind am Fenster zu winken. Fällt die Trennung von den Eltern besonders schwer, stehen die Erzieherinnen unterstützend zur Seite und gehen gemeinsam mit dem Kind zum Fenster winken und begleiten es beim Ankommen in den neuen Kindergartentag bis es sich sicher fühlt.

Die Begrüßung im Kindergarten findet individuell an der Tür, in der Garderobe oder beim

Hereinkommen in den Gruppenraum statt. Jedes Kind wird persönlich begrüßt, wobei der Blickkontakt und auch körperlicher Kontakt (Handschlag, Streicheln über Arm oder Schulter) zwischen Erzieherin und Kind eine besondere Rolle spielt. Uns ist wichtig, dass sich das Kind gesehen und willkommen fühlt. Es soll dabei das Gefühl haben: „Schön, dass Du da bist. Ich habe gemerkt, dass Du jetzt im Kindergarten angekommen bist. Erzähle mir, wie es Dir heute geht! Ich sehe Dich. Ich höre Dir zu.“ Auch vom Kind erwarten wir, dass es uns begrüßt, denn auch die Erzieherinnen möchten wahrgenommen werden. Für uns gehört es mit zur Werteerziehung sich „Guten Tag“ und „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Natürlich erwarten wir dies erst vom Kind, wenn es sich gut eingewöhnt und uns kennen gelernt hat

Bis zum Frühstück hat das Kind nun die Möglichkeit zu spielen, sich in die Gruppe einzufinden oder an den Vorbereitungen für das Frühstück teilzuhaben. Dabei halten sich die Kinder überwiegend im großen Gruppenraum auf, können sich aber auch in den kleinen Gruppenraum zurückziehen. Außerdem kann mit den Kindern darüber gesprochen werden, was sie an dem jeweiligen Tag erwartet wie z. B. heute hören wir eine Geschichte im Morgenkreis oder heute ist wieder Vorschule oder heute gehen wir in den Wald.

Morgenkreis

Der Morgenkreis ist wichtigster Bestandteil der pädagogischen Angebote, da er täglich und zu einer festen Zeit stattfindet.

  1. Der Rahmen:

Nach dem Frühstück, finden sich die Kinder im Kreis zusammen. Es wird darum gebeten, dass bis zu diesem Zeitpunkt alle Kinder im Kindergarten angekommen sind. Während des Morgenkreises möchten Kinder und Erzieherinnen nicht durch das Klingeln verspäteter Kinder gestört werden.

  1. Inhalt und pädagogisches Anliegen:

Als Ritual verstanden, finden im Morgenkreis wiederkehrende Abläufe statt, die den Kindern Sicherheit und Vertrautheit vermitteln. Es gibt feste Regeln, die die Kinder lernen einzuhalten: Stuhl- oder Kissenkreis, die Vorbereitung der Mitte durch die Erzieherin oder beauftragte Kinder, der Beginn in Stille mit dem Anzünden der Kerze von einem Vorschulkind, das Anschlagen der Klangschale und das Legen und Strecken des Datums.

Die Kinder sind in der Zeit des Morgenkreises konzentriert bei der Sache, Gespräche untereinander sollen vermieden werden. Es geht um ein gemeinsames Thema. Wir singen, tanzen oder finden uns zu einer „Erzählrunde“ mit dem „Erzählstein“ ein. Die inhaltlichen Themen beziehen sich auf die Jahreszeiten, können an ein geplantes Projekt über einen längeren Zeitraum gebunden sein oder situativ entstehen, wenn innerhalb der Gruppe interessante Vorschläge, aber auch Konflikte auftauchen.

Am Sporttag – wird in den Morgenkreis der Frühsport integriert.

Am Ende der Woche findet in der Regel eine Erzählrunde statt, in der die Woche, die mit Erlebnissen und Erfahrungen angefüllt ist, zu einem guten Abschluss gebracht werden soll. Streit wird geschlichtet, Gefühle werden verbalisiert, die Kinder erinnern sich und erzählen noch einmal von ihren Eindrücken.

Jeder Morgenkreis wird wie beim Beginn mit ähnlichen Ritualen beendet. Die Gruppe verabschiedet sich  mit einem Gruß, Lied oder Spiel. Das konzentrierte gemeinsame Tun ist abgeschlossen.

Der Vormittag in der Bieberburg

Nach dem Morgenkreis ist Zeit für Spielen im Freien. Bei fast jedem Wetter sind die Kinder im Garten oder sie machen  Ausflüge in die nähere Umgebung wie zum Sportplatz, in den Wald oder zum Bauwagenplatz. So oft es möglich ist, wird dafür gesorgt, dass die Kinder in kleineren Spielgruppen zusammen sein können. Dabei entstehen untereinander intensive soziale Kontakte, die sich auf die Spielidee und deren Umsetzung auswirken. Sie erfahren Ruhe und Gelegenheit sich aufeinander einzulassen.  Im Zusammensein werden Konflikte durchlebt und dadurch gelöst.

Das Kennenlernen natürlicher Räume wie der Wald, die Wiese oder der Fluss, aber auch ein Spaziergang durchs Dorf oder die Schrebergärten erweitern die Erlebniswelt der Kinder. Sie lernen ihre Heimat kennen, spielen in und mit der Natur in jeder Jahreszeit und sind an frischer Luft in Bewegung.

 

Entsprechend des Tagesschwerpunktes gestaltet sich der Vormittag an verschiedenen Tagen wie folgt:

  • Am Sporttag fährt ein Teil der Kinder in die Turnhalle Dittmannsdorf. Die anderen Kinder treiben im Garten oder in den Räumen der Kita Sport.
  • Ein Vormittag in der Woche trifft sich die Vorschulgruppe meist im Pfarrhaus und arbeitet konzentriert an einem Thema.
  • An einem weiteren Wochentag haben die Krippenkinder Vorrang. Sie bekommen Raum und Zeit, um sich gestalterisch auszuprobieren. Auch kann an diesem Vormittag für die Kleinsten ein Ausflug in die nähere Umgebung geplant werden.

Sport

Einmal in der Woche fährt eine Gruppe von Kindern gemeinsam mit 2 Erzieherinnen in die Turnhalle nach Dittmannsdorf, um sich dort für eine Stunde in einem großen Raum frei bewegen zu können, sich auszutoben, zu turnen, zu rennen und verschiedene Bewegungspiele zu machen. Einen Tag vorher gibt es dazu einen Aushang, welche Kinder mitkommen werden. Die Vorschulkinder sind jedes Mal dabei, denn für sie ist es eine wiederkehrende Möglichkeit sich für eine Stunde auf den Sport und die damit verbundenen Regeln zu konzentrieren und sich regelmäßig gemeinsam als Vorschulgruppe wahrzunehmen. Alle anderen Kinder zwischen 3 und 5 Jahren fahren im Wechsel mit. Die Vorbereitung auf die Fahrt in die Turnhalle beginnt im Grunde genommen schon zu Hause, denn das Kind bringt eine Sporttasche und einen Autokindersitz mit. Daran muss es mit denken. Nach dem Morgenkreis ziehen sich die meisten Kinder schon einen Teil ihrer Sportsachen an und nehmen den Rest selbstständig mit in die Turnhalle. Dort ziehen sich die Kinder in einem Umkleideraum die Turnschuhe an und der Sport in der Turnhalle kann beginnen. In der Regel gibt es einen Wechsel zwischen anspannenden (straffe Bewegungsabläufe, Parcour, schnell rennen etc.) und entspannenden (Spiele, Massagen, leichte Tänze) Sportübungen. Am Ende haben die Kinder immer die Möglichkeit für eine gewisse Zeit frei in der Turnhalle mit Seilen, Bällen, Tüchern, Reifen, Sandsäckchen usw. zu spielen.

Die Fahrt in die Turnhalle ist nur möglich, wenn die Kita personell ausreichend besetzt ist. Ist das nicht der Fall, informiert ein Aushang darüber, dass Sport in der Turnhalle ausfällt. Der Frühsport wird daraufhin intensiviert und ausgeweitet. Ebenso wird den Kindern im Freien die Möglichkeit gegeben sich ausreichend zu bewegen.

 Die Mahlzeiten

An einem langen Kindergartentag nehmen die Kinder drei  Mahlzeiten im Kindergarten ein: Frühstück, Mittagessen und Vesper. Daher sind die Mahlzeiten im Tageslauf von Bedeutung. Die gesunde Ernährung und Entwicklung einer regelmäßigen Gesundheit förderlichen Esskultur stärken das Verantwortungsbewusstsein für die eigenen Bedürfnisse des Kindes und entwickeln seine Selbständigkeit.

Das gemeinsame Essen ist sozialer Lernort, um beispielsweise bei der Essenszubereitung, beim Tischdecken und Dienste verrichten ausgehandelte Regeln einzuhalten, aufeinander Rücksicht zu nehmen und sich gegenseitig zu helfen. Die Kinder beginnen das Essen mit einem Tischspruch oder Lied und kommen am Tisch ins Gespräch. Sie erleben die Mahlzeiten als Ritual mit einer festen Struktur im Tagesgeschehen. Die Abläufe sind automatisiert und erleichtern das Zurechtkommen.

Das Frühstück

Die Bieberburg bietet zum Frühstück Obstteller an, die das von zu Hause individuell mitgebrachte Frühstück bereichern sollen. Das Obst und Gemüse wird jeden Morgen von einigen Kindern frisch geschnitten und dekorativ auf Teller verteilt. Diese werden dann jeweils in die Mitte eines Tisches gestellt. Die Kinder lernen dabei den Umgang mit dem Messer und Schäler. Sie bekommen ein Gefühl für Mengen, die zu gleichen Teilen auf mehrere Teller verteilt werden.Sie benennen Obst – und Gemüsesorten und ordnen sie zu. Beim Frühstück bedienen sich die Kinder selbst und probieren das angebotene Obst und Gemüse aus. Die Vielfalt  wird dadurch erreicht, dass wochenweise Eltern je einer Familie alle Kinder der Bieberburg versorgen. Dazu tragen sie sich in eine Liste ein, die sogenannte Vesperliste, denn auch die Nachmittagsversorgung übernehmen die Eltern. Mit einem Merkzettel geben die Wirtschaftskräfte den verantwortlichen Eltern wertvolle

Hinweise, was benötigt wird. Dabei achten sie darauf, dass die Kinder abwechslungsreiche und der

Jahreszeit angemessene Obst- und Gemüsesorten erhalten. Die Familien verstehen das als hilfreiche

Unterstützung ihres Einkaufs und berücksichtigen auch gern die Vorlieben und Gewohnheiten ihres Kindes.

Zum Frühstück wird täglich Milch oder Kakao gekocht.  Den Kindern werden außerdem Wasser und frisch gekochter Tee angeboten, die für sie den ganzen Tag griffbereit zur Verfügung stehen. Im Sommer ernten wir Pfefferminze und Zitronenmelisse frisch vom Beet.

Das gemeinsame Frühstück wird von den Kindern zubereitet. Sie lassen an diesem Tag ihre Brotdose zu Hause und entscheiden vorher über die Auswahl des Frühstücks mit. Die Erzieherinnen und Wirtschaftskräfte achten darauf, dass neben abwechslungsreicher gesunder Kost auch verschiedene Fertigkeiten bei der Zubereitung des Frühstücks geschult werden. Dazu gehören das selbständige Schmieren und Belegen der Brote oder Brötchen, das Zubereiten von Müsli, das Einrühren von Quark oder Joghurt, das Kneten von Teig. Auch lernen sie den Umgang mit dem

Toaster, Mixer oder Pürierstab. In Abständen gibt es kleine Höhepunkte wie das Backen eines Kuchens, von Waffeln oder Eierkuchen, die das Freitagsfrühstück zu einem Fest werden lassen.

Besonders viel Zeit wird sich an diesem Tag für das gemeinsame Tischdecken und den liebevollen freundlichen Umgang miteinander am Tisch genommen, wenn sich gegenseitig Butter, Honig usw. gereicht werden. Auch das Abräumen wird von allen Kindern erledigt. Nach dem Abwischen der Tische bringen zwei Kinder den Essenswagen in die Küche und räumen den Geschirrspüler ein.

Das Mittagessen

Die Bieberburg bekommt das Mittagessen geliefert. Diese kleine Küche aus Freiberg zeichnet sich durch gesunde abwechslungsreiche kindgerechte Kost mit einem geringen Fleischanteil und einem verantwortungsvollen Umgang mit Zucker, Fett und Salz aus. Die Kommunikation zwischen Küche und Kindergarten verläuft sehr gut. Kritik wird gut angenommen. Die Küche reagiert darauf und geht auf unsere Wünsche ein. Der kurze Transportweg trägt dazu bei, dass dass das Essen frisch zubereitet schnell in die Kita gelangen kann.

Besonders zur Erntezeit im Herbst wird das Essen einmal abbestellt und wir kochen gemeinsam eine leckere Kartoffel – oder Gemüsesuppe. Von unserem kleinen Beet am Bauwagenplatz können wir dafür Kräuter, Kartoffeln, Möhren oder Kürbis ernten.

Im Gegensatz zum Frühstück, bei dem jedes Kind für sein eigenes Geschirr verantwortlich ist, sind einzelne Kinder für den Tischdienst eingeteilt. Sie stellen Kannen, Tassen und Besteck bereit. An einem separaten Tisch erfolgt die Essensausgabe durch eine Erzieherin. Die Kinder stellen sich an und bestimmen selbst über die Menge des Essens mit. Dabei sollen sie allerdings Unbekanntes, besonders Gemüse kosten, um auch die Möglichkeit zu haben, etwas Neues kennen zu lernen. Mit dem gefüllten Teller setzen sie sich an ihren Platz. Nach einem Tischspruch oder Lied beginnt das gemeinsame Essen. Die Kinder können beliebig nachholen, werden aber immer wieder nach ihrem Sättigungsgefühl befragt. Nach einer gewissen Zeit dürfen die ersten Kinder aufstehen und ihr Geschirr auf dem bereit gestellten Wagen ordentlich sortiert abstellen. Das gemeinsame Mittagessen wird allmählich beendet. Kinder, die bedeutend länger für das Essen benötigen, bekommen als Hinweis auf ein Beenden der Mahlzeit eine Sanduhr auf den Tisch gestellt, die ihnen noch 5 Minuten Zeit gewährt, um das Essen abzuschließen.

Vesper

Das Vesper wird als Zwischenmahlzeit am Nachmittag verstanden.. Für das wechselnde Angebot sind die Wirtschaftskräfte zuständig, die dazu mit den verantwortlichen Eltern in Kontakt sind.

(siehe auch Nachmittagsgestaltung)

Mittagsschlaf

Im Verlauf des Kindergartentages wirken viele Eindrücke und Reize auf unsere Kinder, die verarbeitet werden müssen. Der Mittagsschlaf soll ihnen dabei helfen. Viele Studien haben gezeigt, dass während dieser Ruhephase Stresshormone abgebaut, Wachstumshormone ausgeschüttet und

Lerninhalte verarbeitet werden. Das Gedächtnis wird gestärkt, das Gewicht langfristig reduziert und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen massiv gesenkt. Nach dem Mittagsschlaf sind die Kinder wieder ausgeruht und offen, neue Eindrücke aufzunehmen und zu verarbeiten.

Kinder lieben und brauchen feste Rhythmen. Ein geregelter Tagesablauf ist deshalb wichtig für sie. Er macht es ihnen einfacher, auch mittags zur Ruhe zu kommen und zu akzeptieren, dass jetzt Schlafenszeit ist.

Um sie darauf einzustimmen, achten wir in der Zeit nach dem Mittagessen auf eine ruhige Atmosphäre. Jedes Kind stellt seinen Stuhl an einen Ort seiner Wahl, zieht sich dort möglichst selbständig aus, hängt seine Sachen über die Stuhllehne, zieht seinen Schlafanzug an und holt evtl. sein Kuscheltier. Die größeren Kinder „bauen“ sich schon allein ihr Bett, die kleineren erhalten nach Bedarf dabei Hilfe. Unsere Kinder schlafen auf Matten. Die Bettwäsche wird von zuhause mitgebracht. Es entstehen zum Teil richtige kleine „Schlafnestchen“ – unter Möbelteilen, mit Polstern und Stühlen umstellt, mit Decken verhangen. So schaffen sich unsere Kinder ihre eigene gemütliche Schlafwelt. Wer fertig ist, darf sich noch leise beschäftigen (Buch anschauen, puzzlen etc.). Endlich liegen alle auf ihrer Matte und warten voller Vorfreude auf eines der geliebten Rituale. Dazu gehören z.B. das Vorlesen von Geschichten, Hören von CD`s und Singen von Liedern. Danach kehrt friedliche Ruhe ein.

Natürlich nehmen wir Rücksicht auf die unterschiedlichen Schlafbedürfnisse. Ein Kind benötigt einen ausgedehnten Erholungsschlaf, ein anderes ruht sich nur aus, wird aber dazu angehalten, auf die anderen Kinder Rücksicht zu nehmen. Damit der Mittagsschlaf einer ungestörten Nachtruhe nicht im Weg steht, werden die Kinder behutsam geweckt. Die Rollos werden hoch gezogen und besonders fest schlafende Kinder liebevoll gestreichelt. Manchmal hilft auch Musik beim Aufwachen. Wir geben den Kindern die Zeit, die sie brauchen, um richtig wach zu werden. Dann gehen sie auf Toilette, räumen ihre Betten selbständig weg, ziehen sich an, schaffen ihren Schlafanzug ins Fach und rücken ihren Stuhl wieder an den Tisch. Bis alle damit fertig sind, darf noch gespielt oder gemalt werden.

Nachmittagsgestaltung

Den Nachmittag beginnen wir in unserem Kindergarten mit einer kleinen Zwischenmahlzeit. Die Eltern bringen dafür abwechselnd und wochenweise z.B. Brot, Zwieback, Filinchen, Kekse, Müsli, Joghurt, Aufstrich und vor allem Obst mit.

Die Kinder holen selbst den Essenswagen und decken den Tisch.

Den Auftakt für das Essen bilden ein Tischspruch oder ein Lied. Unsere Kinder genießen diese Zeit, in der alle gemeinsam am Tisch sitzen. Oft kommt es zu angeregten Diskussionen über alle möglichen kindgemäßen Themen. Selbst die kleineren Kinder wählen frei aus den Angeboten, bedienen sich selbst und schmieren auch ihre Brote allein.

Nach dem Essen räumt jeder sein Geschirr auf den Essenswagen. Der Tischdienst wischt den Tisch ab, die anderen gehen zum Waschen ins Bad.

Wenn das Wetter es zulässt, geht es gleich nach dem Aufstehen in den Garten, denn unsere rustikalen Holztische und -bänke laden geradezu zum Essen im Freien ein.

Die Gestaltung des Nachmittags hängt vor allem von den Wünschen und Interessen der Kinder ab. Sie dürfen aktiv mit entscheiden. Das Freispiel nimmt dabei einen großen Raum ein. Je nach Wetterlage spielen die Kinder im Garten oder in den Räumen des Kindergartens und wählen selbstbestimmt aus, mit was, wie lange und mit wem sie spielen oder sich beschäftigen wollen. Sie erkunden die Welt, probieren sich selbst aus und entdecken, was sie durch eigene Kraft und Geschicklichkeit alles schaffen können. Sie lernen ihre Fähigkeiten zu erweitern oder ihre Grenzen zu akzeptieren. Sie erfahren Regeln und Konsequenzen für ihr Handeln. Die Kinder lernen aufeinander einzugehen, sich unterzuordnen und auf einer Augenhöhe zu agieren.

Die pädagogischen Mitarbeiter beobachten, schaffen die entsprechenden Rahmenbedingungen und stellen das Material bereit. Sie sind jederzeit für die Kinder ansprechbar und bieten bei Bedarf ihre Hilfe an.

Es werden aber auch gezielte Angebote gemacht, bei denen eine ganzheitliche Förderung im Sinne des Sächsischen Bildungsplanes stattfindet. Bei vielfältigen Mal- und Bastelarbeiten können die Kinder ihre kreativen Fähigkeiten entdecken und entwickeln.

Mit dem Abholen der Kinder geht ein aufregender und abwechslungsreicher Kindergartentag in der „Bieberburg“ zu Ende.

Verabschiedung

Auch wenn die Kinder gern in die „Bieberburg“ kommen und das Spielen und Lernen in der

Kindergruppe genießen, ist die Freude doch meistens groß, wenn es klingelt und Mama, Papa (zum Teil mit Geschwistern), Oma oder Opa vor der Tür stehen. Die Reaktionen dagegen fallen unterschiedlich aus. Ein Kind zeigt seine Freude offen und möchte so schnell wie möglich nachhause, das andere wirkt eher abwehrend, weil es doch gerade jetzt noch so viel zu tun hat. Wichtig ist ihnen erst einmal, dass die vertraute Person anwesend ist und vielleicht sogar beim Spielen, Malen oder Basteln zuschaut. Schwieriger kann es werden, wenn das Kind sich sofort aus der Gruppe lösen und verabschieden soll. Dann kommt es auch schon mal zu Tränen und Trotzreaktionen. Deshalb ist es für die Erzieherin und die abholenden Personen wichtig, mit der entsprechenden Situation sensibel umzugehen, um dem Kind durch das eigene sichere Auftreten den notwendigen Halt zu geben.

 

Wenn nicht gerade ein wichtiger Termin ansteht, versuchen wir dem Kind schon zu ermöglichen, das begonnene Spiel oder die Tätigkeit, die es gerade verrichtet, in einem angemessenen Zeitraum zu beenden. Auch ein Kompromiss, das Begonnene am nächsten Tag fortsetzen zu können, ist manchmal hilfreich. Ist aber absolut kein Ende absehbar, sollte klar und deutlich formuliert werden, dass mit einer bestimmten Handlung die Tätigkeit abgeschlossen ist. Das Kind räumt das benutzte Spielzeug oder Material auf, verabschiedet sich von den anderen Kindern und der Erzieherin und begibt sich dann zum Anziehen in die Garderobe. Ein ereignisreicher und aufregender Kindergartentag geht damit für das Kind zu Ende. Es weiß aber, dass nach schönen Stunden in der Familie am nächsten Morgen die Türen der „Bieberburg“ wieder weit für das Kind offen stehen und es bei Erzieherinnen und Kindern herzlich willkommen ist.

Der Tagesablauf in der Krippengruppe

Unser Tagesablauf ist sehr einfach strukturiert und an die Ansprüche der Kleinkinder angepasst.

Bestimmte Abläufe wiederholen sich Tag für Tag zu festen Zeiten mit klaren Regeln. Dieser „Rahmen“ wird entsprechend des Sächsischen Bildungsplanes immer wieder aufs Neue mit vielfältigen Angeboten gefüllt. Besonders viel Wert wird dabei auf die musische und künstlerische Bildung, die Erziehung zur Selbstständigkeit sowie das Aktive Erleben der Natur in allen Jahreszeiten gelegt.

Nach dem Ankommen in unserer Kindereinrichtung spielen, basteln und malen die Kinder aller Altersstufen zunächst einmal gemeinsam.

Soll das Frühstück beginnen, gehen die Kleinen in den Krippenraum, wo sie sich mit angebotenem Obst oder dem mitgebrachten Essen stärken können.

Beim anschließenden Morgenkreis im Krippenraum eignen sich die Kinder zu einem bestimmten Thema spielerisch und mit allen Sinnen, Fähigkeiten und Kenntnisse an.

Täglich und bei fast jedem Wetter geht es vormittags hinaus ins Freie. Dort treffen sie die Kindergartenkinder. Das Spiel im Garten oder die Spaziergänge in die nähere Umgebung bieten Gelegenheit für viel Bewegung und Förderung der Entdeckungsfreude unserer Krippenkinder.

Einmal pro Woche gibt es für die Kleinsten ein besonderes Angebot, bei dem sie verschiedene Materialien und Techniken kennenlernen und sich dabei z.B. feinmotorische Fähigkeiten aneignen können.

Das Mittagessen wird im Krippenraum eingenommen.

Nach dem anstrengenden Vormittag können unsere Kinder während des Mittagsschlafes für den Nachmittag neue Energie sammeln.

Danach  wird bei optimaler personeller Besetzung im Krippenraum, ansonsten gemeinsam mit den Kindergartenkindern im großen Gruppenraum gevespert.

Anschließend beginnt die offene Freispielzeit, bei der sich alle Kinder der Bieberburg begegnen können.Bei schlechtem Wetter verteilen sich die Kinder über die beiden Gruppenräume und die Garderobe, so dass einem ungestörten Spiel nichts im Wege steht. Außerdem hat jedes Kind die Möglichkeit zu basteln, zu malen oder zu kneten. Lässt es die Witterung zu, sind wir selbstverständlich auch am Nachmittag bis zur Abholzeit im Garten.

Zeitliche Unterschiede zu den Abläufen der Kindergartenkinder

Die Krippenkinder haben im Vergleich mit den Kindergartenkindern eine zeitliche Verschiebung des Tagesablaufs, um ihren altersgemäßen Bedürfnissen gerecht zu werden.

  • 15Uhr Mittagessen
  • 00 Uhr – 12.15 Uhr – Vorbereitung zum Mittagsschlaf
  • 15 Uhr – 14.00Uhr – Mittagsruhe
  • 00Uhr – 14.30 Uhr Vesper

Ankommen

Die Krippenkinder werden morgens, nachdem sie sich von ihren Eltern verabschiedet haben im großen Gruppenraum von einer der Erzieherinnen in Empfang genommen. Wenn die kleinen Kinder noch Unterstützung beim Ankommen brauchen, geht die Erzieherin noch gemeinsam mit dem Kind am Fenster auf dem Podest winken. Danach bieten wir Erzieherinnen verschiedene Spielmöglichkeiten an, es sei denn das Kind geht selbstständig zum Spielen. Bis zum Frühstück spielen auch die Krippenkinder in der Regel im großen Gruppenraum. Die größeren Krippenkinder beteiligen sich auch hin und wieder an der Zubereitung des Obst- und Gemüsefrühstücks. Nachdem unser kleines Glöckchen erklingt und so das Frühstück einläutet, räumen die Krippenkinder mit auf und gehen anschließend gemeinsam mit der Erzieherin in ihren Gruppenraum. Auf dem Weg dorthin holen sie sich selbstständig ihren Rucksack mit Frühstück bzw. bekommen noch Hilfe dabei von der Erzieherin.

Frühstück

Vor dem Frühstück holen sich die Krippenkinder ein Lätzchen oder eine Schürze von ihrem Haken. Nachdem alle mit Hilfe der Erzieherin die Schürzen und Lätzchen umgebunden haben, packen sie ihr Frühstück aus. Der Tisch ist bereits mit Geschirr, Getränken (Tee, Wasser, Milch / Kakao) und Obstteller gedeckt. Gemeinsam wird ein Tischspruch aufgesagt oder auch ein Lied gesungen und nach dem „Guten Appetit“ kann das Frühstück beginnen. Die Krippenkinder bekommen zunächst ihr Trinken eingeschenkt und das eine oder andere Kind darf auch schon versuchen sich selbst einzugießen. Uns ist es wichtig, dass die Kinder in Ruhe essen können, beim Essen sitzen bleiben und nicht abgelenkt werden. Sie werden dazu ermutigt, auch mal unbekanntes Obst oder Gemüse zu kosten. Dabei unterhalten wir uns darüber wie das Obst oder Gemüse heißt, wo es wächst und wie es schmeckt. Wir achten darauf, dass die Kinder nicht verschwenderisch mit dem Essen umgehen. Sie werden dazu angehalten, sich nur jeweils ein Stück Obst oder Gemüse vom gemeinsamen Teller zu nehmen und nicht alles anzufassen oder nur einmal anzubeißen und dann das nächste Stück zu greifen. Die Erzieherinnen unterstützen das Kind dabei einschätzen zu lernen, wie viel es noch schafft zu essen und zu trinken. Beim Trinken ermutigen wir die Kinder die Tasse zu leeren. Sind die meisten Kinder fertig mit dem Frühstück sagt die Erzieherin den Kindern, dass das Frühstück nun beendet ist und alle aufstehen dürfen. Die Kinder räumen ihr Geschirr auf das Tablett und ziehen sich ihre Schürze aus und hängen diese wieder an ihren Haken. Nach dem Waschen und Töpfchen gehen können die Kinder wieder spielen bzw. zum Morgenkreis übergehen.

Hygiene

Hygiene und die damit verbundenen Handlungen begegnen den Kindern unseres Kindergartens immer wieder im Laufe eines jeden Tages. Als fester Bestandteil der somatischen Bildung gehört die Hygiene zu den elementaren Grundlagen, die jedes Kind im Laufe seiner ersten 4 bis 6 Lebensjahre erwirbt. So ist Hygiene eine wichtige Voraussetzung für das körperliche Wohlbefinden. Klare Regeln und Rhythmen und das beharrliche Hinweisen darauf durch die Erzieherinnen verinnerlichen dies bei den Kindern. So waschen sich alle Kinder vor und nach dem Essen, nach dem Toilettengang und nach dem Spielen an der frischen Luft die Hände. Auch nach kreativer Arbeit werden die Hände gewaschen. So oft es die Zeit und der Personalschlüssel erlauben, putzen sich die Kinder nach dem Frühstück die Zähne.

Besonders bei den ganz Kleinen spielt Hygiene eine bedeutende Rolle. Sie bietet den Kindern und Erzieherinnen die Möglichkeit miteinander in Kommunikation zu treten – sei es durch Singen, Spaß machen, Körperteile benennen oder einfach nur durch Beschreiben der eigenen Handlungen beim Wickeln, auf die Toilette gehen, waschen oder Sachen wechseln. Beim Wickeln versuchen die Pädagoginnen sich dem einzelnen Kind möglichst intensiv zuzuwenden und Blickkontakt zu halten.

Sind die Kinder gut im Kindergarten eingewöhnt, beginnen sie nach und nach auf das Töpfchen zu gehen. Der Zeitpunkt kann dabei variieren, je nachdem wie bereit das Kind körperlich und mental dafür ist. Dabei bleiben die Erzieherinnen auch mit den Eltern des jeweiligen Kindes im Gespräch über die Entwicklung des Kindes in diesem Bereich. Wichtig sind dabei Geduld und dem Kind seine Zeit zu geben, die es braucht um trocken zu werden. Die Erzieherinnen sind sensibilisiert, das Kind zu ermutigen, es aber auf keinen Fall bei Misserfolgen zu demütigen. Bei älteren Kindern wird behutsam erforscht, was die Ursachen für das Einnässen sein könnten und gemeinsam mit den Eltern und jeweiligen Kinderärzten nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Morgenkreis und Vormittag

Nach dem Frühstück stellt jedes Kind seinen Teller und Tasse auf ein Tablett, ihm werden Hände und Gesicht gewaschen. Dabei wird es zunehmend dazu angehalten, dies selbständig zu tun. Nach dem sie auf dem Töpfchen waren und noch etwas gespielt haben, beginnt der Morgenkreis. Dies kündigt die Erzieherin freundlich an. Die Kinder wissen nun, dass sie ihr Spielzeug aufräumen und den Stuhl holen sollen. Eine kleine Mitte wie zum Beispiel eine Kerze, die Klangschale und das Xylophon gibt ihnen dazu eine Orientierungshilfe, um die Stühle in einen Kreis zu stellen.

Jetzt geht es richtig los. Die Erzieherin zündet die Kerze an. Spätestens dann ist es still und die

Kinder lenken ihre Aufmerksamkeit auf das nun folgende Ritual: Die Erzieherin hält die Klangschale und bestimmt ein Kind, diese anzuschlagen. Alle hören auf den Klang bis er verklungen ist. Anschließend spielt die Erzieherin auf dem Xylophon einmal das Lied „ Licht ist gut, warm und hell“ vor. Alle Kinder hören zu. Dann singen wir alle gemeinsam drei Strophen mit den entsprechenden rhythmischen Bewegungen. Für diesen immer gleichen Beginn und auch für den Abschluss des Morgenkreises mit dem Lied „Leis, leis, leis wir schließen unsern Kreis“ nehmen wir uns viel Zeit, um in den Genuss dieser kleinen Meditation zu kommen. Außerdem liegt in der Wiederholung die Kraft, Sicherheit und Vertrautheit zu gewinnen, die besonders für die Krippenkinder wichtig sind.

Die Inhalte des Morgenkreises richten sich nach jahreszeitlichen oder laufenden Themen oder situativen Besonderheiten und Interessen in der Gruppe. Einmal pro Woche wird auch  bei den Krippenkindern in den Morgenkreis der Frühsport integriert. Die Kinder singen immer, tanzen oft einfache Kreistänze, machen Bewegungsspiele oder lernen Handgestenspiele kennen.

Nach dem gemeinsamen Abschluss im Kreis bringt jedes Kind seinen Stuhl zurück zum Tisch, geht in die Garderobe und wird angezogen. Das Spiel im Garten kann beginnen. Hier hat es Gelegenheit allein oder in Spielgruppen vielfältige Spiele auszuprobieren. Mit dem Krippenwagen unternehmen wir mit den Krippenkindern auch gelegentlich kleinere Ausflüge durchs Dorf.

 Sport

Die Krippenkinder machen immer im Kindergarten Sport meist draußen an der frischen Luft. In den warmen Frühlings- und Sommermonaten gehen auch die Kinder zwischen 3 und 6 Jahren immer auf den Sport- oder Bauwagenplatz, um dort Sport zu treiben.

Im Morgenkreis spielt der Sport an diesem Tag ebenfalls eine zentrale Rolle. Hier wird rhythmische Sportgymnastik zur Musik gemacht. Dazu stellen sich die Kinder verteilt im Gruppenraum auf und ahmen die Bewegung der Erzieherin nach. So können die Kinder ein gutes Körpergefühl entwickeln und ihre Balance trainieren. Auch hier ist die Konzentration gefragt, denn die Kinder bewältigen mehrere Anforderungen: Hinschauen, was die Erzieherin vorturnt, Nachahmen und sehen, ob es gelingt. Am Ende sind dann die Kinder an der Reihe und dürfen jeweils eine Übung vorturnen. So bekommen auch sie die Möglichkeit den Sport mit zu gestalten und ihre Ideen einzubringen.

Mittagessen

Damit unsere Krippenkinder sich in Ruhe nach dem Aufenthalt im Freien ausziehen, auf die Toilette gehen und waschen können, heißt es für sie bereits etwas eher als für die Kindergartenkinder: „Räumt bitte euer Spielzeug auf! Wir gehen jetzt rein. Es ist Mittagszeit.“ Frisch gewaschen ziehen sich die Kleinen ihre Schürzen an und setzen sich an ihren festen Platz am Tisch. Es macht ihnen jeden Tag aufs Neue viel Freude, die Farben der Thermobehälter und der Tassen zu benennen. Auch die Begriffe für die verschiedenen Bestecks, Geschirr usw. werden bei dieser Gelegenheit gefestigt. Um die Mahlzeit für alle Sinne ansprechend zu gestalten, wird mit den Essensbehältern herumgegangen, damit alle Kinder schauen können, was es gibt. Sie benennen das Essen, versuchen die Zutaten herauszubekommen und dürfen auch schon mal schnuppern, wie es riecht. Nun verteilt die Erzieherin das Essen auf den Tellern und weist eventuell darauf hin, dass es heiß ist und dass man das am Dampf erkennt. Bei Suppe dürfen die Kinder selbst rühren, damit die Mahlzeit abkühlt. Die Kartoffeln werden von ihnen mit der Gabel gedrückt. Auch die Getränke nehmen sich die Kinder abhängig vom Alter selbständig. Ein beliebtes und wichtiges Ritual ist der Tischspruch. Die Kinder wissen schon nach kurzer Zeit, dass er für den Beginn des gemeinsamen Essens steht. Sie äußern eigene Wünsche und lieben es mitzusprechen oder mitzusingen und die Gesten dazu auszuführen. Nach dem gemeinsamen „Guten Appetit“ beginnen die Kinder vor allem mit Löffel und Gabel zu essen. Die etwas Größeren versuchen sich auch schon am Umgang mit dem Messer. Wir achten auf gute Tischsitten. Auch wenn für die ganz Kleinen das Essen mit allen Sinnen, also auch das Essen mit den Händen und Spielen mit dem Essen entwicklungsgemäß eine große Rolle spielt, versuchen wir sie behutsam an das saubere Essen mit dem Löffel bzw. der Gabel zu gewöhnen. Ebenso gehören Höflichkeitsformen wie „bitte“ und „danke“ beim Reichen des Essens dazu und werden schnell für die Kinder selbstverständlich. Haben die Kinder ihre Mahlzeit beendet, räumen sie ihr Geschirr auf das bereit gestellte Tablett. Ein Kind wischt den Tisch ab. Mund und Hände werden gewaschen, die Schürzen an den Haken gehängt.

Mittagsschlaf

Jedes Kind trägt seinen Stuhl auf den fußwarmen Teppich und beginnt sich möglichst selbständig auszuziehen. Nach Bedarf gibt dabei die Erzieherin Hilfestellung. Wir versuchen die Kinder daran zu gewöhnen, ihre Kleidung über die Stuhllehne zu hängen. Die Töpfchen stehen bereit, so dass sie je nach Bedürfnis von den Kindern selbständig genutzt werden können. Sie holen selbst ihre Beutel mit den Schlafsachen und ziehen diese ebenfalls selbständig an. Die Kleinsten werden auf dem Wickeltisch umgezogen und gewickelt. Diese haben auch noch ihren geschützten Schlafplatz im Kinderbettchen. Die etwas größeren Kinder sind ganz stolz, wie die Großen aus der Kindergartengruppe auf der eigenen Matte schlafen zu dürfen. Auch die geliebten Kuscheltiere finden dort ihren Platz. Es wird noch einmal ordentlich gelüftet und das Zimmer verdunkelt. Nach der täglich vorgelesenen Geschichte oder dem Einschlaflied wissen unsere Kleinen, dass nun die Zeit der Mittagsruhe beginnt. Eine Erzieherin oder Hilfskraft hält während der ganzen Zeit Schlafwache und sorgt für einen ungestörten Schlaf der Kinder.

Vesper

Nach dem Anziehen wird den Kleinen noch in aller Ruhe im Krippenraum eine abwechslungsreiche Zwischenmahlzeit gereicht. Es werden z.B. Filinchen, Zwieback, Knäckebrot, belegte Brote, Kekse, Joghurt und vor allem Obst angeboten.

An den meisten Tagen gesellen sich nach dieser Mahlzeit die Krippenkinder voller Erwartung zu ihren großen Spielgefährten und genießen es, in diesem Rahmen eine besondere Rolle zu spielen und so ganz nebenbei eine Menge von den Kindergartenkindern zu lernen.

7.9.    Eingewöhnung

  1. Vorbereitung und zeitlicher Rahmen
  2. Die vier Schritte der Eingewöhnung
  3. Die täglichen Übergänge
  4. Vorbereitung und zeitlicher Rahmen

Aufnahmegespräch

  • Das Aufnahmegespräch der Eltern mit der Leiterin findet unmittelbar vor Beginn der Eingewöhnung des Kindes statt.
  • Die Leiterin lädt die Eltern ein und vereinbart einen Termin mit den Eltern für den Beginn der Eingewöhnung.
  • Während des Gesprächs werden den Eltern folgende Formulare ausgehändigt und erläutert:
  • Der Betreuungsvertrag
  • Der Aufnahmeantrag auf Mitgliedschaft im Verein
  • Die Vertragsbedingungen
  • Bekanntgabe der Schließzeiten der Kita
  • Vollmachten
  • Die Formulare dazu sind im Ordner „Formulare – Vollmachten“ zu finden.
  • Die besprochenen Formulare werden durch die Eltern zu Hause ausgefüllt, unterzeichnet und am ersten Eingewöhnungstag ihres Kindes der Leiterin übergeben.
  • Die ausgefüllten Vollmachten sind im Ordner „Vollmachten der Kinder“ abgeheftet.
  • Die täglichen Abläufe der Kita werden erläutert und sind im Ordner „Kurzkonzeption“ nach zu lesen. Dieser Ordner hängt in der Garderobe neben der Pinnwand.
  • Die Eltern haben Gelegenheit über die Gewohnheiten und Besonderheiten wie Essgewohnheiten, Einschlafrituale, Auffälligkeiten oder Allergien ihres Kindes zu sprechen.
  • Die Eltern berichten von ihren zeitlichen Vorstellungen und wann ihr Berufseinstieg startet. Zeitlicher Beginn der Eingewöhnung und die ersten Tage werden organisatorisch besprochen.

Zeitlicher Rahmen

  • Die zeitlichen Wünsche der Eltern werden berücksichtigt. Kriterium für die Entscheidung der Pädagoginnen bleibt das Kind. Wir gehen davon aus, dass jedes Kind seine individuelle Zeit zum Ankommen braucht.
  • Unsere Erfahrungswerte für die Eingewöhnungszeit sind 2 bis 4 Wochen.
  • Der Familie wird empfohlen sich die Zeit der Eingewöhnung ihres Kindes zwischen 2 und 4 Wochen zu organisieren. Der Übergang sollte ohne Zeitdruck erfolgen um eine entspannte Atmosphäre zu gewährleisten.
  1. Die vier Schritte der Eingewöhnung

Erster Schritt: Orientierung und Vertrautmachen mit der neuen Umgebung durch das Kind und die Eltern

Ziel für das Kind und die Eltern: „ Ich mache mir ein Bild und versuche mich zu orientieren.“

  • Das Kind nimmt den Ort Kindergarten mit seinen Kindern und Erwachsenen wahr.
  • Die Eltern bleiben die primäre Bezugsperson des Kindes.
  • Die Erzieherin knüpft vorsichtig ersten Kontakt zum Kind, bleibt aber noch zurückhaltend und nimmt das Kind wahr.
  • Zeitlicher Rahmen: Einige Tage. Kriterium ist das Verhalten des Kindes, das z.B. schon etwas allein spielt oder mit jemandem ins Bad, Garderobe usw. geht. Dann folgt der zweite Schritt.

Zweiter Schritt: Verabschiedung und Trennung von Mutter oder Vater für kurze Zeit

Ziel: Das Kind macht die Erfahrung: „Meine Eltern kommen wieder.“ Die Eltern vertrauen den Erzieherinnen.

  • Die Erzieherin wird zur primären Bezugsperson.
  • Das Kind erlebt die Trennung und wird gehalten.
  • Der Ablösungsprozess sowohl für das Kind als auch die Eltern beginnt.
  • Kurze Verabschiedung – kurze Trennung.
  • Zeitliche Orientierung der Trennung: Wenige Minuten bis ein bis zwei Stunden. Eltern bleiben telefonisch erreichbar und können schnell kommen. Kriterium ist das Kind, dass schon einige Zeit zurechtkommt oder aber sehr lange weint. Beruhigt es sich immer wieder, lässt sich trösten, beginnt zu spielen usw., dann beginnt der nächste Schritt.

Dritter Schritt: Stabilisierung und langsames Ausdehnen der Trennungszeit von Kind und Eltern.

Ziel: Das Kind gewinnt immer mehr Vertrauen zur Erzieherin und gewöhnt sich an die Abläufe. Die Eltern lassen immer mehr los.

  • Es nimmt zunehmend Kontakt zu anderen Kindern, Erzieherinnen und Wirtschaftskräften auf.
  • Die Bezugserzieherin bleibt für das Kind erreichbar.
  • Teilnahme des Kindes an den Mahlzeiten wie Frühstück oder Mittagessen.
  • Es erlebt den Morgenkreis mit.
  • Zeitlicher Rahmen: ein ganzer Vormittag über einige Tage. Messwert ist das Kind, das sich zunehmend wohler fühlt, lacht, spricht, isst, spielt usw. Dann folgt der nächste Schritt.

 Das Kind macht den Mittagsschlaf im Kindergarten.

Ziel: Das Kind entspannt sich und schläft ein. Die Eltern können sich entspannt auf ihre neuen Aufgaben einlassen.

  • Das Kind lernt neue Rituale kennen.
  • Es gewinnt Vertrauen zu neuen Bezugspersonen.
  • Das Kind verbringt einen ganzen Tag im Kindergarten

Die Grundphase der Eingewöhnung ist beendet, die Eingewöhnung des Kindes ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Täglich durchlebt es die einzelnen Phasen, die allmählich fließender verlaufen und an Kraft verlieren. Das Kind gewöhnt sich zunehmend und sein Vertrauen in die neuen Menschen und Abläufe wächst.

  • Wann ein Kind endgültig im Kindergarten angekommen ist, zeigt es, wenn es z.B.
  • frei spielen kann
  • ungezwungen und lebendig wirkt
  • sich mit anderen Kindern anfreundet oder streitet
  • die Erzieherinnen oder Wirtschaftskräfte als Vertrauenspersonen nutzt und sich trösten oder
  • helfen lässt.

3. Die täglichen Übergänge

Jeder Tag bringt für das Kind und die Eltern Übergänge mit sich, die gemeistert werden müssen. Die täglichen Übergänge sind:

  • das Verabschieden von den Eltern am Morgen und das Ankommen im Kindergarten
  • das Verabschieden von Erzieherinnen und Kindern am Nachmittag und das Ankommen bei den Eltern

Das Loslassen und Einlassen können erleichtert werden durch klare Verabschiedungsrituale, die die Pädagoginnen unterstützen und fördern wie durch

  • das bewusste Begrüßen des Kindes durch die Erzieherin
  • das Winken am Morgen am Fenster
  • das Ankündigen des Abschieds am Nachmittag durch die Aufforderung der Erzieherin, das begonnene Spiel zu Ende zu führen
  • das bewusste Verabschieden des Kindes durch die Erzieherin

Eine transparente Kommunikation der Eltern mit den Erzieherinnen im Alltag über „Störungen“ wie besondere Vorkommnisse in der Familie oder im Kindergarten, Ausfälle durch Krankheit oder Urlaub des Kindes, personelle Engpässe im Kindergarten hilft dem Kind die täglichen Übergänge zu meistern.

7.10. Das letzte Kindergartenjahr – Vor der Schule

  1. Zeitlicher und räumlicher Rahmen
  2. Welche Entwicklungen und Erfahrungen durchlebt das Kind, wenn der neue Lebensabschnitt – der Übergang vom Kindergarten in die Schule beginnt?
    • Körperliche Entwicklung
    • Geistige Entwicklung
    • Seelische Entwicklung
  3. Welches pädagogische Anliegen verfolgt die Kindertagesstätte im letzten Kindergartenjahr?
  4. Die Inhalte des Jahres „vor der Schule“
    • Rituale
    • Methoden
  5. Einbeziehung der Eltern
  6. Das Zuckertütenfest – Abschluss und Höhepunkt des schulvorbereitenden Jahres
  7. Kooperation der Kindertagesstätte mit der Grundschule

1. Zeitlicher und räumlicher Rahmen

Das schulvorbereitende Jahr beginnt mit dem neuen Schuljahr nach den Sommerferien und schließt mit dem Zuckertütenfest am ersten Ferientag der Sommerferien des darauffolgenden Jahres ab. Es umfasst das letzte Kindergartenjahr des Kindes.

Die neuen Vorschulkinder werden ab diesem Zeitpunkt am größten Tisch gemeinsam im Gruppenraum sitzen und essen. Durch die räumliche Zuordnung wird ihnen bewusst, dass sie im letzten Kindergartenjahr als Gruppe Zusammengehörigkeit erfahren und die Rolle der ältesten Kinder einnehmen, denen sowohl Privilegien als auch mehr Verantwortung zugestanden werden.

2. Welche Entwicklungen und Erfahrungen durchlebt das Kind, wenn der neue Lebensabschnitt – der Übergang vom Kindergarten in die Schule beginnt?

                2.1.        Körperliche Entwicklung

Der kindliche Körper zwischen 5 und 7 Jahren streckt sich und wird kräftiger. Die Grobmotorik des Kindes zeigt sich in koordinierten Bewegungen. Mit der richtigen Kraftdosierung gelingen feinmotorische Tätigkeiten immer besser.  Der beginnende Zahnwechsel ist als eindeutiges Signal der körperlichen Reifung zu einem Schulkind zu verstehen.

                2.2.        Die geistige Entwicklung

Das Kind nimmt seine Umgebung interessierter wahr und ist bestrebt, Zusammenhänge der Natur und Umwelt zu entdecken und zu erforschen. Dabei kann es sich schon ausdauernd und konzentriert mit einer Sache beschäftigen und teilt sich immer detaillierter im Dialog mit Kindern und Erwachsenen mit. Die Neugier am Lösen von Aufgaben wächst und treibt seinen Wissensdurst an. Es stellt gezielt Fragen und sucht zunehmend selbständig Antworten zu verschiedenen

Wissensbereichen. Das Kind lernt im sozialen Miteinander Frustrationen besser auszuhalten und Konflikte empathisch und konstruktiv zu lösen.

                2.3.        Die seelische Entwicklung

Die Seele des Kindes muss sich mit der Loslösung von der gewohnten Umgebung des Kindergartens mit seinen gewachsenen Beziehungen auseinandersetzen. Das Kind erlebt Abschied und Loslassen als unvermeidlich um daran zu reifen. Im Spannungsfeld eigener Erwartungen und Ängste, aber auch der Eltern, wird es mit dem bevorstehenden Schuleintritt konfrontiert. Vorfreude und Stolz wechseln sich mit Angst und Unsicherheit ab.

3. Welches pädagogische Anliegen verfolgt die Kindertagesstätte im letzten Kindergartenjahr?

Im Sinne ganzheitlicher Pädagogik hat die Erzieherin die Aufgabe, das Kind in dieser Lebensphase des Übergangs ernst zu nehmen und zu begleiten. Sie fördert und unterstützt noch intensiver seine basalen Fähigkeiten für lebenslanges Lernen. Das sind beispielsweise kooperatives und bewusstes Handeln, Konfliktbewältigung, aufmerksames Zuhören und Beobachten, das sich Ausdrücken und

Mitteilen im Dialog, die Kräftigung des Körpers mit seiner Grob – und Feinmotorik, Ausdauer und Konzentration und der Erhalt der motivierenden Neugier und Freude am Erkunden und Entdecken.

Im Kindergartenalltag schafft die Erzieherin dafür verlässliche räumliche und zeitliche Inseln.

4. Die Inhalte des Jahres „vor der Schule“

4.1. Rituale

Die sensible Übergangsphase vom Kindergarten in die Schule wird dem Vorschulkind durch Rituale erleichtert, die ihm Sicherheit und Schutz geben und es durch das ganze Jahr als „roter Faden“ begleiten.

Das sind unsere Rituale:

  • Einweihungsritual der neuen Vorschulgruppe mit allen Kindern des Kindergartens zu Beginn des letzten Kindergartenjahres
  • Vorschultreff der „großen Biber“ jeden Mittwochvormittag
  • Verwandlungsritual gemalter Wünsche und Ängste der Kinder vor der Schule in einen

Schutzstein  oder Schutzengel im Frühsommer des letzten Kindergartenjahres

  • Feiern des Zuckertütenfestes mit dem Ritual der fliegenden Luftballons mit den

Wünschen der Eltern der Vorschulkinder am ersten Samstag der Sommerferien

  • Verabschiedung des Kindes mit dem Taubenhausritual am letzten Kindergartentag

4.2.        Methoden

Die Inhalte der Vorschularbeit setzen sich methodisch aus drei Komponenten zusammen:

  1. Wöchentlicher Vorschultreff:
  • an einem festen Ort wie das Pfarrhaus oder der Bauwagen
  • am Mittwochvormittag
  • Beispiele: Formenzeichnen, Freiarbeit, Malen zu einem Thema, Gestalten mit unterschiedlichen Materialien und Anwendung verschiedener Techniken, gemeinsames Kochen
  1. Projekte:
  • an verschiedenen Orten
  • über einen längeren Zeitraum
  • orientieren sich an den Jahreszeiten und sind in übergreifende Themen des Kindergartens eingebunden
  • Beispiele: Gestalten mit verschiedenen Materialien, Anlegen, Pflege, Ernten eines Beetes, Müllaufräumaktion
  1. Exkursionen:
  • verstehen sich als Höhepunkte
  • Beispiele: Biberwanderung, Wanderung zur Mulde, Bibliothek, Besuch und Kennenlernen verschiedener Handwerksberufe, Museumsbesuch

5. Einbeziehung der Eltern

Zu Beginn des schulvorbereitenden Jahres findet ein Elternabend für die Eltern der Vorschulkinder statt.

Ziele des Elternabends sind:

  • das Ernstnehmen der Erwartungen, Ängste und Wünsche der Eltern und Austausch darüber
  • Einblick der Eltern in die pädagogischen Ansätze und Methoden der Erzieherinnen
  • das Aufnehmen von Ideen und Umsetzungsvorschlägen der Eltern für die Gestaltung der Vorschultage
  • die Vorbereitung und Gestaltung des Zuckerfestes unter Einbeziehung der Eltern erläutern

6. Das Zuckertütenfest – Abschluss und Höhepunkt des schulvorbereitenden Jahres

Das Zuckertütenfest am Ende des letzten Kindergartenjahres ist wichtiger Bestandteil des Sommerfestes der Bieberburg und wird mit allen Kindern der Bieberburg, Eltern, Geschwistern und Erzieherinnen gefeiert.

Es findet immer im zweiten Teil des Festes am Zuckertütenbaum des Bauwagengeländes statt.

Die Vorschulkinder treffen sich am Zuckertütenbaum und werden mit den Wünschen der Eltern besonders gewürdigt. Das Ritual der fliegenden Luftballons ist ganz den Vorschulkindern gewidmet und ein ergreifender Moment für alle. Anschließend „pflücken“ die Kinder ihre Zuckertüten vom Baum.

Die Eltern der Vorschulkinder haben eine kleine Überraschung in Form eines Programms oder

Geschenks vorbereitet. Es liegt individuell in ihrer Hand, wie sie das Zuckertütenfest mit ihrem Engagement bereichern.

7. Kooperation der Kindertagesstätte mit der Grundschule

Im abgeschlossenen Kooperationsvertrag der Kindertagesstätte „Bieberburg“ mit der Grundschule Neukirchen sind folgende Vereinbarungen festgelegt und werden im schulvorbereitenden Jahr durchgeführt:

  • Gespräch und Austausch mit Hortleitung, Direktorin der Schule und Kita – Leiterinnen der drei Kindertagesstätten der Gemeinde im Herbst
  • regelmäßige Hospitationen der Grundschullehrerinnen in der Kindertagesstätte
  • Schnupperstunde der Vorschulkinder im Hort der Grundschule im 2. Halbjahr
  • Teilnahme der Vorschulkinder an einer Unterrichtsstunde am Ende des Schuljahres

Ziele dieser Vereinbarungen:

  • Der Austausch über die individuellen Besonderheiten des Kindes durch die Erzieherinnen und Förderempfehlungen durch die Lehrerinnen soll helfen, die Individualität des Kindes wahr zu nehmen und darauf einzugehen..
  • Das Kind bekommt einen Eindruck von Hort und Schule, damit es eine erste Orientierung in der neuen Umgebung erfährt und Vertrauen wachsen kann.

8.       Zusammenarbeit

8.1.   Zusammenarbeit im Team

  • Die Verschiedenartigkeit der Charaktere der Erzieherpersönlichkeiten wird für die pädagogische Arbeit als wertvolle Bereicherung genutzt. In die inhaltliche Gestaltung fließen die persönlichen Stärken und Neigungen der einzelnen Erzieherinnen ein. Nur so ist eine authentische verantwortungsvolle Arbeitsweise umsetzbar. Die Erzieherinnen arbeiten kooperativ zusammen, achten sich gegenseitig und lernen voneinander. Gemeinsame Grundlage dafür stellen die Leitlinien der Kindertagesstätte dar.
  • Dienstberatungen werden in der Regel einmal monatlich durchgeführt. Sie haben folgende Inhalte:
    • Konkrete Fallbesprechungen anhand des Bildungsplanes
    • Pädagogisches Handeln wird gemeinsam reflektiert
    • Organisatorische und Pädagogische Themen
    • Elternarbeit
  • Das Team arbeitet eng mit der Leitung zusammen und ist verpflichtet Probleme anzusprechen.
  • Das pädagogische Team nimmt regelmäßig an Supervisionen teil, einmal jährlich auch die Wirtschaftskräfte.

8.2. Zusammenarbeit mit dem Vorstand

  • Der Elternverein als Träger der Kindertagesstätte wählt alle zwei Jahre aus seiner Mitte fünf Eltern, die als Vorstand die Bieberburg verwalten.
  • Der Vorstand erfüllt folgende Aufgaben: Finanzen, Zusammenarbeit und Absprachen mit der Gemeinde, Organisation von Arbeitseinsätzen und Kontrolle der geleisteten Arbeitsstunden der Eltern, die Organisation von Festen, enge Zusammenarbeit mit der Leitung und Lösung aktueller Fragen.
  • Einmal monatlich findet eine Vorstandssitzung statt, an der die Leitung und ein Elternratsmitglied teilnehmen.

8.3. Zusammenarbeit mit den Eltern

  • Die Zusammenarbeit mit den Eltern nimmt einen großen Stellenwert ein, da die

Rahmenbedingungen vor allem durch den Verein geschaffen werden. Alle organisatorischen Fragen zu Festen und Arbeitseinsätzen können nur kooperativ mit den Eltern beantwortet werden. Dazu finden Elternabende statt und es werden Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen gebildet.

  • Wichtige Anker des Zusammenhalts sind gemeinsam durchgeführte Arbeitseinsätze und Höhepunkte im Jahreslauf
  • Die Bieberburg versteht sich als Familien ergänzende Einrichtung. Um den Bildungsauftrag optimal zu erfüllen, ist eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Eltern Voraussetzung.
  • Die Pädagoginnen schaffen Transparenz ihrer Arbeit durch: das Tagebuch an der

Informationstafel im Garderobenbereich, durch ein Photoportfolio zu Beginn des neuen Monats, durch Tür – und Angelgespräche im Alltag.

  • Ein Entwicklungsgespräch findet einmal jährlich statt.
  • Mindestens zwei Elternabende jährlich werden durchgeführt, davon ein thematischer und ein organisatorischer.

8.4. Öffnung nach außen

Die Lebendigkeit der Kinder soll das Dorf spüren. Da wir unsere Umgebung intensiv erkunden und erleben, kommen wir auf natürliche Weise mit den Menschen und ihren verschiedenen Tätigkeiten in Berührung. Wir treten den Dorfbewohnern mit Achtung und Wertschätzung gegenüber und freuen uns die vielfältigen Berufe und Beschäftigungen mit erleben zu dürfen.

Wir kommen in Kontakt mit der Öffentlichkeit durch:

  • regelmäßige Berichte der Kita im Amtsblatt der Gemeinde
  • Artikel in regionalen Zeitungen
  • Teilnahme an Höhepunkten in der Gemeinde wie Feuerwehrfest, Weihnachtsmarkt, Dorffest